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Vulkaninsel Stromboli Aufstieg zum Gipfelkrater

Stromboli

Der Liebling der Vulkanologen
Der Vulkan Stromboli, auf der gleichnamigen sizilianischen Insel, ist seit Jahrhunderten aktiv - ca. alle 25 Minuten kann man aus einem der 4 Krater unterhalb des Hauptgipfels (Pizzo) eine Eruption beobachten. Diese vulkanische Ausbruchsform - glühende Magma-Brocken werden in den Himmel geschleudert - wird deshalb weltweit strombolisch Aktivität genannt.

Stromboli Einwohner:   700 im August ca. 7000
Fläche:   12,6 qkm
Breite:  3 km
Länge:  4,5 km
Geogr. Lage:  38°47' N ; 15°12' E

Anreise:  siehe Liparische Inseln

Stromboli Höhendifferenz:  900 m
Aufstieg:  ca. 3 Std.
Abstieg:   ca. 2 Std
Anspruch:   Schwindelfreiheit, Trittsicherheit.
Attenzione:   unbedingt die aktuelle Vulkanaktivität beachten! Nur bei klaren, trockenen Wetter! Der Aufstieg ist offiziel nur mit autorisierten Führer gestattet. In der Praxis hält sich aber kaum jemand daran.

Stromboli Ausrüstung:  
winddichte Kleidung, geeignetes Schuhwerk, Getränke & Proviant. Die meisten Stromboli-Besteiger (nicht selten mehr als 100 Personen pro Tag) wollen die Erruptionen am Krater bei Nacht erleben bzw. am Gipfel übernachten. Hierzu: Taschenlampe, Isomatte und Schlaffsack.

Stromboli 1: Ankunft im Hafen der Ortschaft Stromboli
Am Hafen rechts, nach ca. 300 m (nach dem Büro der Fähren) links bergauf. Nach ca. 800 m ist linker Hand ein Supermarcato (Siesta von 12.30-16.00 Uhr). Unbedingt ausreichen Getränke (mind. 1,5 l pro Person) mitnehmen!

Stromboli 2: Chiesa di San Vicenza Links an der Kirche sind Wegtafeln, das ist der Rückweg. Die Kirche rechts umrunden, leicht abwärtz, die Kirche San Bartolo passieren, bis im Stadtteil Piscitá wieder das Meer erreicht ist. Kurz vorher (Warnschilder) links in die Via Domenico Cinconta abbiegen. Bald über Basaltsteine bergauf.

Stromboli 3: Auf dem gut ausgebauten Weg entlang der Küste bis zum Punta d' Brunzu (273 m)

Stromboli 4: Dort links durch Schilf - zahlreiche Serpentinen. Am Ende des gepflasterten Wegs erste Blicke zum Krater hinauf. Die Ausbrüche sind schon gut zu hören. Ab hier auf einem schmalen, aber sehr gut erkennbaren Pfad bergauf. Auf dem Haupftweg bleiben, die diversen Abschneidern führen oft ins Dornengestrüpp.

Stromboli 5: Bei ca. 400 m folgt eine sehr steiles, mit roten Punkten markiertes Wegstück (ca. 15 min). Wir klettern über erstarte Lava, rechts ist die "Sciara del Fuoco" gut zu sehen. Über diese Strasse rollen immer wieder neue Lavabrocken in Meer.

Stromboli 6: Weiter oben wird der Pfad dann wieder deutlich flacher. Schon bald (ca. 700 m) ist der aktive Krater und somit auch die ca. halbstündlichen Ausbrüche gut sichtbar. Aufgetürmte Steinmauern dienen als Windschutz, falls Sie hier rasten bzw. übernachten möchte.

Stromboli 7: In einem weiten rechtsbogen gehts nun zum Gipfel hinauf. Foto bereit halten! Die aktiven Krater sind ständig im Focus. Oben empfängt einem meist schon beissender Schwefeldampf. Der Boden ist stellenweise sehr warm.

Wenn Sie am Gipfel waren oder noch hinauf wollen, schreiben Sie bitte ins Gipfelbuch

Stromboli 8: Der Rückweg erfolgt auf der wesentlich einfacheren Ostroute. Auf Höhe dieser Messinstrumente beginnt links ein Pfad, der erst den Hang quert und dann bei der Portella le Croci (9) links steil durch Aschefelder nach unten führt. Das abrutschen in dem tiefen Lavasand bringt viel Spass. Dabei aber nicht den grossen roten Lavabrocken - die Rocazza - übersehen. Hier gehts scharf links. Es folgt ein kurzer Gegenanstieg und bald durch dichtes Schilf , vorbei an einer Antennenanlage zurück zur Kirche Chiesa di San Vicenza.

Ergänzungen von Sergej.
  • Falls ihr oben uebernachten wollt: unbedingt warme und vor allem winddichte Sachen. Es ist sehr windig oben und nach Mitternacht echt saukalt, jede vorbeizischende Wolke hinterlaesst zusaetzlich einen Stich eisiger Luft.
  • Beim Abstieg ueber die Ostroute via Rina Grande ("Das abrutschen in dem tiefen Lavasand..") unbedingt LINKS halten und dem Hauptpfad folgen. Die Abzweigungen enden unten vor sehr steilen Haengen.
  • Es gibt zahlreiche "grosse rote Lavabrocken" im Sand, der "richtige" ist ausserhalb des Pfades schwer auszumachen. Siehe P.2.
  • Nach dem Rocazza fuehrt der Pfad eine ganze Weile quer durch Sandhaenge in ungefaehr konstanter Hoehe um den Gipfel herum. Die Kurve runter in den Schilf befindet sich erst in Hoehe der Kirche Chiesa di San Vicenza.

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