Città di Noto - das Barockjuwel SIZILIEN-RAD.de 
Die honiggelbe Barockstadt Noto wurde 1989 vom Europarat zur Hauptstadt des sizilianischen Barock gewählt. Ein Jahr später stürzten Teile des Jesuitenklosters ein und 1995 dann die Kuppel des Dom. Der Zahn der Zeit und vor allem Autoabgase haben kräftig an der Substanz genagt. 2003 wurde die Stadt von der UNESCO zum Weltkuturerbe ernannt. Seitdem wird versucht zu rettet was zu retten ist - und nach und nach wird Noto wieder zum Juwel des sizilianischen Barock.   Die wichtigste Flaniermeile, der Corso Vittorio Emanuele, ist inzwischen für den Autoverkehr gesperrt, der Dom wird mit großem Aufwand restauriert: Das Innere der 1770 vollendeten Kathedrale wurde komplett ausgehöhlt, die 1999 begonnene und umgerechnet mehr als 26 Millionen Mark teure Sanierung soll frühestens 2005 beendet sein. Von der Spitze der zum Dom hinauf führenden Treppe aus haben Besucher auch während der Arbeiten faszinierende Ausblicke auf das Stadtbild.
CHIESA S. DOMENICO
sizilianischer Barock
Dom S. Nicolo
Die Kirchen und Palazzos im schachbrettartig angelegten Zentrum verdanken ihre Entstehung einem Erdbeben, das 1693 das 10 km landeinwärts gelegene alte Noto (heute Noto Antica) fast komplett dem Erdboden gleichmachte. Adel und Orden gaben daraufhin viel Geld aus, um sich im neuen Noto mit Prunkbauten zu übertreffen. Säulen, Balkone, Treppen - alles Steinerne scheint hier in Bewegung zu sein und zeigt sich in geschwungenen Formen mit viel Zierrat.
Corso Umberto
Ätna-Blick
Piazza Immacolata
Teatro
Stadtbesichtigung: Vom Giardini Pubblico durch das Stadttor Porta Reale auf den Corso Vittorio Emanuele. Sie passieren das Franziskanerkloster San Francesco und das Benediktinerkloster Santissimo Salvatore, das heute das Städtische Museum beherbergt. Weiter über den Piazza del Municipio mit dem Palazzo Ducezio auf der einen und dem Dom S. Nicolo auf der anderen Seite. Ein Juwel barocker Balkonbaukunst finden Sie in der Via Nicolaci, einerschmalen Setien-Gasse. Sehenswert sind auch die Palazzi Villadorata und Landolina mit ihren schmiedeeisernen Balkonen, der Piazza XVI. Maggio mit dem klassizistischen Stadttheater Vittorio Emanuele, dem Herkulesbrunnen aus Noto Antica und die Chiesa di San Domenico.
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