Die Liparischen Inseln

Die sieben Vulkaninseln werden nach dem Griechischen Windgott Aiolos auch Äolische Inseln (ital. Isole Eolie) genannte und wurden im Jahr 2000 vom der UNESCO zum ersten Weltnaturerbe Italiens erklärt.

Anreise

Zwischen den Inseln verkehren regelmäßig Tragflügelboote (aliscafi) und Fähren (traghetti). Die Fahrzeit mit einem Aliscafo von Milazzo nach Vulcano beträgt 45 Min., nach Lipari 1 Std.; nach Stromboli 2 Std. 45 Min.

Reisetipp: Inselhüpfen - Vulkan-Hopping

Die meisten Reiseführer empfehlen ein Basecamp auf Lipari um von dort die anderen Inseln zu entdecken. Wir finden es schöner jeweils vor Ort zu Übernachten. Morgens und Abends, bevor die Tagestouristen da sind, kann man den authentischen Insel-Flair jedenfalls besser erleben! Wie in ganz Süditalien sollte man den August als Reisezeit unbedingt vermeiden. In der übrigen Jahrzeit ist eine Unterkunft immer schnell gefunden - die Vermieter erwarten Sie schon am Hafen.


Vulcano - die Schweflige

Bereits am Hafen in Proto di Levante steigt einem der Schwefelduft in die Nase. Er kommt von den nahen Schlammpool in dem man ganzjährig ein ca. 35 Grad warmes Wellness-Bad nehmen kann. Die Hauptattraktion der aktiven Vulkaninsel ist aber der ca. einstündige Aufstieg auf den 391 m Hohen Grande Fossa (Gran Cratere).


Lipari - die Große

Mit 88,61 km² ist Lipari ist die größte Insel des Archipels und hat mit Abstand die meisten Einwohner. Viele der ca. 10.000 Liparesi wohnen in Lipari-Stadt, das mit hübsche Gassen und vielen kleinen Boutiquen zum bummeln einlädt. Zum Sonnenbaden und schwimmen geht man am besten zum Kiesstrand von Valle Muria. Vulkanismus gibt es nicht, dafür ein Burg mit einem interessanten Archäologischen Museum.


Salina - die Grüne

Mit ca. 2200 Einwohnern und 27 km² jeweils die Nr. 2 in der Archipel-Statistik. Der unter Naturschutz stehende 962 m hohe Monte Fossa und sein Zwillingsbruder Monte di Porri sind numero uno was die Höhe und die Anzahl der Wander- und MTB-Touren angeht - zudem gibt es ein 20 km langes Asphalt-Straßennetz. Es werden Kapern und Wein angebaut, letzterer wird oft zum süßen Aperitifwein Malvasia gekelltert.


Panarea - die Kleine

Die nur 3,4 km² große Insel mit dem 421 m hohen Punta del Corvo wird ganzjährig nur von ca. 300 Menschen bewohnt. Im Hochsommer steigt die Einwohner-Zahl um ein vielfaches in Nobelvillen und Yachten - ideal für VIP's die nicht "sehen und gesehen" suchen sondern "Ruhe und in Ruhe gelassen" werden. Autos gibt es keine, dafür Elektro-Mobile, dreirädrige Appes und Transport-Esel.


Stromboli - die Feurige

Die ca. 400 Permanent-Einwohner, die in den Dörfern Stromboli und Ginostra wohnen, können sich nur via Bootsfahrt oder mit einer Tour über Europa einzigen permanent Vulkan besuchen. Der 924 m hohe Stromboli fasziniert Touristen aus aller Welt ca. alle 20 Minuten mit einem strombolischen Ausbruch. Das Naturfeuerwerk darf man vom Gipfel seit 2003 nur noch in einer geführten Gruppe beobachten.


Filicudi - die Reizvolle

Mit seinem 774 hohen Vulkankegel, mit 9,5 km² Fläche, ca. 300 Einwohnern die in drei Ortschaften leben, 7 km Asphaltstraße und einem gut gepflegten Maultier-Wegenetz auf dem man wunderschöne Wanderungen unternehmen kann, wirkt Filicudi wenn man gerade von Alicudi kommt fast schon "großstädtisch", kommt man von Lipari-Stadt ist es idyllisch ruhig, kommt man von einer europäischen Großstadt Idylle pur.


Alicudi - die Einsame

Ca. 5 km² und 100 Einwohner leben auf dem vor 60.000 Jahren erloschenen und 675 m hohen Vulkankegel "Filo dell'Arpa" mitten im Meer. Neben Ruhe und Entschleunigung bietet die Insel zwei schöne Strände mit glasklaren Wasser. In den Sommermonaten gibt es eine Schiffverbindung nach Cefalù, dann "die Einsame" sogar näher am "Nabel der Welt" als seine sechs Schwestern-Inseln.